Syrien sieht türkische Patriot-Raketen als Provokation

Das syrische Regime hat die Bitte des Nachbarlandes Türkei zur Stationierung von NATO-Luftabwehrraketen als Provokation bezeichnet. „Syrien verurteilt die jüngsten provokativen Schritte der türkischen Regierung“, zitierte das Staatsfernsehen in Damaskus gestern einen Mitarbeiter des Außenministeriums.

Das NATO-Mitglied Türkei hatte das Bündnis am Mittwoch offiziell um Stationierung von Patriot-Luftabwehrraketen gebeten, um mögliche Gefahren aus Syrien abwehren zu können. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan trat Befürchtungen entgegen, NATO-Luftabwehrtruppen könnten in den syrischen Bürgerkrieg verwickelt werden. Die NATO-Kräfte sollten nur der Verteidigung der Türkei dienen, sagte er.

Das türkische Außenministerium prüfte unterdessen Äußerungen eines Politikers aus den Reihen der Regierungspartei AKP, der laut Medien gesagt hatte, die türkische Militärführung werde den „Finger am Abzug“ der Luftabwehrraketen haben. Die NATO betonte, das Kommando über stationierte Patriot-Raketen liege bei ihr.