28-Jähriger vor Bar in Marseille getötet

In einem tödlichen Bandenkrieg in der südfranzösischen Stadt Marseille gibt es offenbar ein weiteres Opfer. Vor einer Bar in der Küstenstadt wurde gestern Abend ein Mann erschossen, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Der 28-Jährige sei von zwei Kugeln getroffen worden, davon eine in den Kopf.

Die herbeigeeilten Rettungskräfte hätten vergeblich versucht, ihn wiederzubeleben. Nach Angaben der örtlichen Sicherheitsbehörde war das Opfer der Polizei bekannt. Der Mann sei zum Zeitpunkt der Tat zu Fuß unterwegs gewesen. Drei Männer in einem Auto hätten auf ihn gewartet.

Bereits 24 Tote durch Bandenkriege

Erst am 1. November waren in Marseille zwei Männer bei einer offensichtlichen Racheaktion getötet worden. Mit dem jüngsten Opfer stieg die Zahl der seit Jahresbeginn in Bandenkriegen in Südfrankreich getöteten Menschen auf 24, davon 17 allein in Marseille.

Am Freitag war auch bei einer Schießerei in Orly bei Paris ein Mann getötet worden. Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt. Ersten Ermittlungen zufolge machten die Täter zumindest auf einige ihre Opfer in einer Kneipe der französischen Kleinstadt gezielt Jagd. Die beiden Schützen entkamen.