Kroatien erwartet positiven EU-Beitrittsbericht

Der letzte Monitoringbericht der EU-Kommission zu Kroatien, der morgen in Zagreb präsentiert wird, soll positiv für das künftige EU-Mitglied ausfallen. Wie mehrere kroatische Medien unter Berufung auf Diplomatenkreise in Brüssel berichteten, erfüllt Kroatien die Bedingungen für den EU-Beitritt am 1. Juli.

Acht von zehn Aufgaben erfüllt

Kroatien habe acht von zehn Aufgaben, die die Kommission dem Land im vergangenen Oktober aufgetragen hatte, im Großen und Ganzen erfüllt. Einzig der Grenzübergang Neum an der Grenze zu Bosnien ist noch nicht fertiggestellt, doch die Bauarbeiten sollen bis Ende des Monats abgeschlossen sein.

Auch wurden die EU-Rechtsakte (Acquis communautaire) noch nicht vollständig übersetzt, berichtete die kroatische Nachrichtenagentur HINA. Dafür bleibe aber bis zum Beitritt noch Zeit.

Zu den zehn Hausaufgaben gehörte unter anderem die Privatisierung der Schiffswerften, die Gründung einer Institution, in Kroatiens Fall einer Agentur zur Vermeidung von Interessenkonflikten, die ihre Arbeit bereits aufgenommen hat, und Reformen und Fortschritte im Bereich Justiz, beispielsweise die Fortsetzung von Kriegsverbrecherprozessen.

Schengen-Beitritt

Der Kampf gegen die Korruption müsse jedoch fortgesetzt werden, hieß es. Das sei eine wichtige Voraussetzung für Kroatiens Schengen-Beitritt, berichtete die Zeitung „Jutarnji list“. Der Schengen-Beitritt sei Kroatiens erstes Ziel nach dem Beitritt, sagte Kroatiens Premier Zoran Milanovic.