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Krankenstände als unmittelbare Folge

Wer in einem Großraumbüro arbeitet, ist häufiger krank und unzufriedener als jemand, dem ein kleines Büro zur Verfügung steht. Zudem sind Großraumbüro-Arbeitskräfte weniger produktiv. Das ergab eine Befragung des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) und der Hochschule Luzern im Jahr 2010.

Die am häufigsten genannten Beeinträchtigungen aus der Umgebung waren Lärm im Raum, etwa durch Gespräche und Telefonate im Hintergrund, gefolgt von trockener oder schlechter Luft, Problemen mit der Temperatur, ungenügendem Licht und Zugluft. Je größer das Büro war, desto häufiger wurden Zugluft und trockene Luft sowie Lärm im Raum genannt. In größeren Einheiten wurde die Temperatur als zu niedrig, in kleineren als zu hoch eingestuft.

Small is beautiful

Räume mit Klimaanlagen kamen generell schlechter weg als solche mit natürlicher Lüftung. Allgemein stuften die Befragten die Verhältnisse in kleinen Büros besser ein als in den großen. Häufigste gesundheitliche Beeinträchtigung der Befragten am Arbeitsplatz waren gereizte, brennende oder juckende Augen, Konzentrationsschwierigkeiten, schwere Köpfe und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit. Diese Symptome nannten Arbeitskräfte in kleinen Büros signifikant seltener als jene in Großraumbüros.

Bei den arbeitsorganisatorischen Faktoren ergab die Studie ebenfalls deutliche Unterschiede: In kleinen Büros waren die Angestellten generell zufriedener, unterbrachen die Arbeit weniger häufig und bewerteten die Attraktivität ihrer Arbeitsplatzes höher. Zudem gaben Personen in solchen Büros häufiger an, ihr Arbeitsplatz erlaube ihnen, produktiv zu sein. Große Büros verzeichneten mehr krankheitsbedingte Absenzen als kleine. Das ist laut SECO bezogen auf diesen wichtigen Kostenfaktor ein weiterer Nachteil von Großraumbüros.

Lärm als größter Konfliktfaktor

Das Schweizer Staatssekretariat kam damals zum Schluss, dass in Großraumbüros von allen genannten Belastungen der größte Konfliktfaktor der Lärm ist. Auch technische Einrichtungen wie Beleuchtung und Lüftung sollten bedürfnisgerecht gestaltet werden. So könnten die Unternehmen mittel- und langfristig Kosten etwa wegen mehr Absenzen vermeiden, schrieb das SECO. Befragt wurden für die damalige Untersuchung 1.230 Menschen in 125 Betrieben.

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