Falsche Fährte nach Giftbriefen in USA

Bei den Ermittlungen zu den versuchten Giftbriefanschlägen auf US-Präsident Barack Obama und einen Senator haben die Fahnder einen Rückschlag erlitten. Alle Vorwürfe gegen den bisherigen Hauptverdächtigen wurden fallengelassen, wie die Justizbehörden mitteilten.

Der 45-jährige Elvis-Imitator aus dem US-Staat Mississippi war bereits kurz zuvor gegen Kaution auf freien Fuß gekommen. Er war beschuldigt worden, mit dem tödlichen Gift Rizin präparierte Briefe verschickt zu haben, die das Leben des Präsidenten bedrohen oder ihm körperlichen Schaden zufügen sollten.

Die Briefe waren Anfang vergangener Woche in den Poststellen des Weißen Hauses und des Kongresses abgefangen worden, noch bevor sie ihre Adressaten erreicht hatten. Am Mittwoch war der Mann in seiner Wohnung in Corinth (Mississippi) festgenommen worden. „Die letzte Woche war ein Alptraum“, sagte er nach seiner Freilassung.