Bausch & Lomb für 8,7 Mrd. Dollar verkauft

Der kanadische Pharmariese Valeant übernimmt um 8,7 Mrd. Dollar (6,72 Mrd. Euro) in bar den US-Kontaktlinsenanbieter Bausch & Lomb. Die Kaufvereinbarung sei unter Dach und Fach, teilten die Unternehmen gestern mit.

Die Firma gehörte bisher einer Gruppe um den Finanzinvestor Warburg Pincus. Diese erhält nun 4,5 Mrd. Dollar. Zusätzlich sollen etwa 4,2 Mrd. Dollar in den Abbau der Schulden von Bausch & Lomb fließen.

Mit der Übernahme will Valeant im Bereich Augengesundheit ganz vorne mitmischen. Bausch & Lomb hatte im März einen Börsengang beantragt. Zur gleichen Zeit erwog Warburg Pincus Kreisen zufolge aber auch den direkten Verkauf des Unternehmens. Valeant ist seit 2010 auf Einkaufstour. Zuletzt scheiterten Pläne, den US-Generikahersteller Actavis für mehr als 13 Mrd. Dollar zu übernehmen.

Bausch & Lomb vertreibt neben Kontaktlinsen auch Pflegeprodukte für Linsen sowie Medikamente gegen Augenkrankheiten. Zudem bietet der in Rochester in New York ansässige Konzern medizinische Analysegeräte und Laser an, die für Augenoperationen benötigt werden. Bis 1999 gehörte Bausch & Lomb zudem die Sonnenbrillenmarke Ray-Ban, die das Unternehmen 1937 erfand.