Künstler boxt Mandela-Porträt an chinesische Wand

Wie der Mann selbst ist auch dieses Porträt von Nelson Mandela von Gewalt und Ausdauer gezeichnet: Der belgische Künstler Phil Akashi boxte im Juni und Juli das Antlitz des südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers an die Wand seines Schanghaier Ateliers.

Schlag für Schlag, 27.000-mal, in der Sommerhitze der chinesischen Hafenstadt und mit einem Stempel des Schriftzeichens für „Freiheit“ an seinem Boxhandschuh. „Ich glaube, ich habe in fünf Wochen bis zu fünf Kilo abgenommen“, sagte Akashi der Nachrichtenagentur AFP.

Auf die Idee, das sechs Meter hohe Bild an die Wand zu schlagen, brachten ihn die Nachrichten von Mandelas lebensbedrohlichem Zustand. Der inzwischen 95-jährige erste schwarze Präsident Südafrikas war in seiner Jugend selbst einmal Boxer, bevor er sich dem Kampf gegen die Apartheid widmete und für 27 Jahren ins Gefängnis musste.

„Botschaft der Hoffnung“

„Für mich ist Nelson Mandela ein wahrer Friedenskünstler“, sagte Akashi. Die Geschichte des Friedensnobelpreisträgers sei eine „Botschaft der Hoffnung“ und könnte Menschen auf der ganzen Welt anregen, gemeinsam für Freiheit zu kämpfen.

Der 34-jährige Künstler benutzte für das Porträt Zinnoberpaste, mit der in der chinesischen Kultur Leben und Ewigkeit verbunden werden, sowie die Farbe Schwarz, um Mandelas Kampf gegen den staatlich organisierten Rassismus in seinem Land widerzuspiegeln.