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Die Alten retten die Altparteien

Die politische Landschaft scheint nach dieser Wahl zersplittert - und so auch die Wählerschaft. Die ehemaligen Großparteien SPÖ und ÖVP haben mittlerweile vor allem die Senioren in ihrem Lager. Die Arbeiter, das zeigt die SORA-ISA-Wahltagsbefragung für den ORF, sind mittlerweile eher im FPÖ-Lager daheim als bei der Sozialdemokratie.

34 Prozent der Pensionisten wählten SPÖ, 31 Prozent ÖVP. Die Mehrheit der Arbeiter wählte laut Wahltagsbefragung der Forschungsinstitute SORA und ISA unter mehr als 1.000 Wählern auch diesmal nicht die SPÖ (25 Prozent), sondern die FPÖ (34 Prozent). Platz drei in diesem Segment belegt die Volkspartei mit 18 Prozent.

Wahlverhalten nach Erwerb

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Punkten konnten die Freiheitlichen aber auch bei den Angestellten, wo die Sozialdemokraten nur knapp vor der FPÖ liegen. 27 Prozent der Angestellten wählten SPÖ, 25 Prozent FPÖ, nur 19 Prozent in diesem Segment ÖVP. Bei den Selbstständigen hat die ÖVP mit 36 Prozent die Nase vorne. In dieser Wählergruppe erzielten auch NEOS und Team Stronach (TS) mit jeweils 13 Prozent ihre besten Ergebnisse und lagen knapp vor den Grünen (zwölf Prozent) und deutlich vor der SPÖ (fünf Prozent).

Die treuen älteren Wähler

Während SPÖ und ÖVP bei den Jungen unter einem Mobilisierungsproblem leiden, zählen die älteren Wähler zu den treuesten Unterstützern der alten Großparteien: 33 Prozent der über 60-Jährigen wählten laut SORA-Befragung SPÖ, 30 Prozent ÖVP - hier hat die SPÖ bei den älteren Männern die Nase vorne, die ÖVP bei den älteren Frauen. Das TS hatte zwar den ältesten Spitzenkandidaten aufzubieten, schnitt bei den Wählern über 60 aber mit fünf Prozent Wähleranteil nur durchschnittlich ab.

Wahlverhalten ab 60

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Wahlverhalten und Bildungsniveau

Deutliche Unterschiede zeigt auch die Betrachtung nach Bildungsniveau: Während bei den Pflichtschulabsolventen die SPÖ mit 35 Prozent vorne liegt, wählten 36 Prozent der Lehrabsolventen die FPÖ. Die SPÖ liegt hier bei 28 Prozent. Die Absolventen berufsbildender Schulen wählten dagegen besonders häufig ÖVP (34 Prozent), bei den Akademikern kamen die Grünen mit 31 Prozent auf ihren größten Stimmenanteil, NEOS schaffte bei den Uniabsolventen immerhin 13 Prozent. Vergleichsweise ausgewogen dagegen das Wahlverhalten von Leuten mit Matura: Hier weist die Umfrage 21 Prozent für die ÖVP aus, je 19 Prozent für SPÖ, FPÖ und Grüne.

Wahlbeteiligung nach Ausbildung

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Demnach konnte die SPÖ vor allem Frauen, Senioren und Pflichtschulabsolventen ansprechen. Die ÖVP überzeugte deutlich mehr Frauen als Männer, während die FPÖ bei den Männern und den Arbeitern punkten konnte. Die Grünen schnitten bei den Akademikern besonders stark ab.

Gendergap: FPÖ Partei der Männer

Besonders ausgeprägt ist das unterschiedliche Wahlverhalten von Männern und Frauen: SPÖ, ÖVP und Grüne wurden überdurchschnittlich stark von Frauen gewählt, die FPÖ besonders häufig von Männern. Wären nur Frauen wahlberechtigt gewesen, hätten die Freiheitlichen 16 Prozent, bei den Männern sind es dagegen 29 Prozent.

Wahlverhalten nach Geschlecht

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Auch bei den Jungwählern ist dieser Unterschied stark ausgeprägt: Durchschnittlich liegen SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne bei den Jungwählern mit 21 bis 23 Prozent in etwa gleichauf.

Wahlverhalten Männer/Frauen bis 30

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Bei den Frauen bis 29 haben die Grünen allerdings mit 27 Prozent die Nase vorne (knapp vor ÖVP und SPÖ), nur zehn Prozent wählten FPÖ. Umgekehrt wählten 32 Prozent der jungen Männer FPÖ, aber nur jeweils 18 Prozent SPÖ und Grüne und 19 Prozent ÖVP.

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