Otto Piene erhält Deutschen Lichtkunstpreis

Der Mitbegründer der Avantgarde-Gruppe Zero, Otto Piene, erhält den ersten Deutschen Lichtkunstpreis. Der 85-Jährige werde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 19. Jänner persönlich in Empfang nehmen, teilte das Kunstmuseum Celle gestern mit.

Piene habe mit seinen Lichtballetts, Feuerbildern und Himmelsskulpturen die Entwicklung der Lichtkunst entscheidend geprägt. Die Gruppe Zero stand für einen internationalen Aufbruch der Kunst im Nachkriegsdeutschland. Piene zählt zu den Wegbereitern neuer Strömungen wie Medienkunst und Performances.

Der Himmelskünstler wird in diesem Jahr mit einigen Ausstellungen geehrt, unter anderem zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin seine Arbeit „Die Sonne kommt näher“. Auch im Guggenheim Museum in New York wird eine Schau über die Zero-Gruppe um Heinz Mack, Günther Uecker und Piene zu sehen sein. Der heute 85-Jährige ging bereits in den 60er Jahren in die USA, von 1974 bis 1994 leitete er das Medienlabor für künstlerisch-optische Experimente am renommierten Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) in Boston.