Fusion von NEOS und LIF bestätigt

Die Fusion des Liberalen Forums (LIF) mit NEOS ist endgültig besiegelt. Die überwiegende Mehrheit der anwesenden Mitgliedern beider Parteien stimmte mit Handzeichen beim gestrigen Konvent für die Vereinigung. Ab sofort heißt die politische Partei offiziell „NEOS - Das neue Österreich und Liberales Forum“.

Strolz als Obmann bestätigt

Matthias Strolz wurde mit 98,7 Prozent als Obmann der vereinigten Partei bestätigt. 370 von 375 Mitgliedern stimmten für den Vorarlberger. Strolz sowie der restliche Vorstand nahmen die Wahl an. Stellvertreter von Strolz als Parteichef sind die ehemalige LIF-Chefin Angelika Mlinar, die auf 77,9 Prozent der Stimmen kam, sowie die Wiener NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger, die 89,1 Prozent der NEOS-Mitglieder wählten. Weiters im Vorstand vertreten sind Finanzreferent Michael Pock, seine Stellvertreterin Karin Doppelbauer sowie Nikolaus Scherak und Michael Schuster. Auch der erweiterte Vorstand, der 17 Mitglieder umfasst, wurde gewählt.

Die Mitbegründer des LIF, Heide Schmidt und Hans Peter Haselsteiner, gaben der Zusammenlegung ihrer Partei mit NEOS zuvor ihren Segen. „Ich hoffe, dass ihr eine Mentalitätsreform in diesem Land zusammenbringt“, lautete der Auftrag von Schmidt in ihrer Rede beim Fusionskonvent. Haselsteiner zeigte sich vor allem froh über die Unterschiede zur ÖVP.

„Hat Land gutgetan“

Vor fast genau 21 Jahren sei das LIF gegründet worden, sah auch Schmidt einen historischen Moment beim NEOS-Konvent, an dem rund 300 Delegierte - auch des LIF - teilnahmen. „Das war nicht nur für mich ein Glücksfall, sondern ich glaube, das hat auch dem Land gutgetan“, sagte sie, „es ist wichtig, eine liberale Partei in diesem Land zu haben.“

Aber auch der politische Gegner wurde von Schmidt, die einst selbst aus der FPÖ kam, in die Zange genommen: „Ich kenne viele, die sagen, wenn (FPÖ-Chef Heinz-Christian, Anm.) Strache Bundeskanzler wird, wandere ich aus - und viele meinen das auch ernst.“ Die Frage sei allerdings, wohin, ergänzte sie. „Ich gehe davon aus, dass viele, die hier sind, in einer offenen Gesellschaft leben möchten.“ Zuletzt forderte Schmidt mehr Eigenverantwortung, Zivilcourage und Mut und erhielt Standing Ovations.