Stadler will EU als „Schutzmacht für verfolgte Christen“

Der ehemalige FPÖ- und BZÖ-Politiker Ewald Stadler will die EU hinter den Maastricht-Vertrag zurückführen und zur „Schutzmacht für verfolgte Christen“ machen.

„Ich trete an, um das EU-Parlament abzuschaffen“, sagte er heute bei der Präsentation des Wahlprogramms seiner Partei Reformkonservative (REKOS). Selbst würde er am liebsten in den Nationalrat zurückkehren, verriet Stadler.

Morgen halten die REKOS in Wien ihren Gründungsparteitag ab, wo nicht nur die Parteisatzungen, sondern auch das Wahlprogramm beschlossen wird. Zuvor soll die Kandidatenliste finalisiert werden. Namen verriet der EU-Parlamentarier noch nicht, „es sind Leute, denen ich wirklich vertraue“, sagte er.

Im Wahlkampf will Stadler seine Botschaften auf Sujets in Form von Wappenschildern verbreiten. Eines mit der Aufschrift „EU - Wehrt euch!“ präsentierte er heute. Als Sponsor hat Stadler nach eigenen Angaben einen nicht genannten erfolgreichen „Österreicher, der im Ausland lebt“, gewonnen.

International andocken wollen REKOS an die Rechtsfraktion Europa der Freiheit und der Demokratie (EFD), der etwa die italienische Lega Nord und die britische UKIP-Partei angehört. Die Zusammenarbeit werde kommende Woche formell abgeschlossen, sagte Stadler.