EU-Wahl: Werthmann tritt für BZÖ an

Die EU-Abgeordnete Angelika Werthmann, derzeit österreichische Vertreterin bei der liberalen ALDE-Fraktion, tritt für das BZÖ bei der EU-Wahl im Mai an.

Mit ihrer Unterschrift ist auch das Antreten des BZÖ gesichert. Bei einer Pressekonferenz stellten Spitzenkandidatin Ulrike Haider-Quercia und BZÖ-Chef Gerald Grosz Werthmann heute als Listenzweite vor. In den Gesprächen der vergangenen Wochen mit Haider-Quercia habe es „sehr viele Übereinstimmungen“ gegeben, eine gemeinsame Kandidatur war laut Werthmann daher „die logische Schlussfolge“.

Der Chef der Liberalen im Europaparlament, Guy Verhofstadt, rief nach ihrem Wechsel zum BZÖ unterdessen zum Austritt aus der liberalen ALDE-Fraktion auf. „Weil diese Partei mit den Werten und Prinzipien, auf denen die ALDE-Fraktion gründet, nicht übereinstimmt, gehe ich davon aus, dass Sie mit sofortiger Wirkung aus der Gruppe zurücktreten“, schrieb Verhofstadt in einem der APA in Kopie vorliegendem E-Mail an Werthmann.

Weiter Sammeln von Unterstützungserklärungen

Mit der Kandidatur Werthmanns für das BZÖ ist das Sammeln von Unterstützungserklärungen für die Kleinparteien nun noch die Kür. EU-Mandatar Ewald Stadler hat den Wahlvorschlag seiner REKOS bereits eingereicht, Europa anders könnte mit der Unterschrift des Spitzenkandidaten EU-Mandatar Martin Ehrenhauser bei der EU-Wahl antreten.

Dennoch wollen Europa anders, die Wahlplattform von KPÖ, Piraten und Der Wandel, und das BZÖ auch die Zustimmung der Bevölkerung hinter sich wissen und sammeln daher weiter Unterstützungserklärungen. Europa anders hat aktuell über 1.900 Erklärungen gesammelt, das BZÖ steht bei rund 1.800. Gesammelt wird außerdem noch von der Liste EU-Stop und den Monarchisten.

Wortgefecht der Spitzenkandidaten

Zwei Monate vor der EU-Wahl wärmten sich gestern die Spitzenkandidaten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS mit einem Wortduell in der Ö1-Sendung „Klartext“ für den Wahlkampf auf. Klar kristallisierte sich dabei das Match um den ersten Platz heraus, den SPÖ-Kandidat Eugen Freund seinem ÖVP-Kontrahenten Othmar Karas streitig macht.

Andreas Mölzer (FPÖ) musste sich einmal mehr für seinen „Negerkonglomerat“-Sager erklären und teilte gemeinsam mit NEOS-Kandidatin Angelika Mlinar und Ulrike Lunacek (Grüne) in Richtung Regierungsparteien aus. Einig waren sich die Kandidaten darin, Europa außenpolitisch stärken zu wollen.

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