UNO: Eine Million Menschen im Südsudan von Hunger bedroht

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor einer Hungersnot im Südsudan gewarnt. Sollte nicht umgehend gehandelt werden, drohten bis zu eine Million Menschen in dem Land in den kommenden Monaten Hunger zu leiden, sagte Ban gestern in New York nach einem Treffen mit der für humanitäre Hilfe verantwortlichen EU-Kommissarin Kristalina Georgieva. Hunderttausende seien bereits extrem unterernährt.

Der Südsudan ist seit 2011 unabhängig und damit der jüngste Staat Afrikas. Seit Dezember tobt ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar. Beide repräsentieren unterschiedliche Bevölkerungsgruppen (Kiir gehört den Dinka an, Machar den Nuer), deren Verhältnis seit Jahren angespannt ist. Hunderttausende Menschen sind wegen der Gewalt auf der Flucht.