Spaß-„Kirche“ der „Pastafaris“ beantragt Anerkennung

Die österreichische „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ hat ihre offizielle Anerkennung beantragt. Man zähle mittlerweile mehr als 450 Mitglieder und erfülle damit die Voraussetzungen für eine „religiöse Bekenntnisgemeinschaft“, sagte Oberhaupt Philip Sager zur APA. Bekenntnisgemeinschaften genießen (noch) nicht dieselben Rechte wie Kirchen bzw. anerkannte Religionsgemeinschaften.

Die Religion des fliegenden Spaghettimonsters versteht sich als ironisch-kritische Bewegung gegen religiöse Inhalte im Wissenschaftsunterricht, ungeachtet des persönlichen Glaubens, wie die Anhänger des „Pastafarianismus“ betonen. Ihre Mitglieder nennen sich „Pastafaris“. Gegründet wurde die „Church of the Flying Spaghetti Monster“ 2005 von dem Amerikaner Bobby Henderson.

Es begann mit dem Nudelsieb auf dem Kopf

Bekannt wurde die Spaß-„Kirche“ in Österreich durch den nunmehrigen NEOS-Abgeordnete Niko Alm, der es geschafft hatte, ein Nudelsieb auf seinem Führerscheinfoto tragen zu dürfen und damit mediale Aufmerksamkeit erreicht hatte. Er berief sich auf eine Begründung in einer offiziellen Broschüre, wonach religiöse Kopfbedeckungen - im Gegensatz zu anderen - auf amtlichen Lichtbildausweisen erlaubt seien.

Allerdings hielt damals die zuständige Landespolizeidirektion fest, dass das Bild nicht aus religiösen Gründen genehmigt worden sei. Einziges Kriterium sei in dem Fall die volle Erkennbarkeit des Gesichts.