„Asylwunsch“: Nordkorea hält US-Touristen fest

Nordkorea hält nach eigenen Angaben einen US-Touristen fest, der in dem Land angeblich Zuflucht finden wollte. Der 24-Jährige, dessen Name mit Miller Matthew Todd angegeben wurde, sei wegen „unbedachten Verhaltens“ festgenommen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA heute. Sein Touristenvisum habe er bei der Einreise „in Stücke gerissen und sich heiser geschrien, er beantrage Asyl“.

Der US-Amerikaner gab laut nordkoreanischen Staatsmedien an, dass er die Volksrepublik als Zufluchtsort gewählt habe. Sein Verhalten sei ein grober Verstoß gegen die Gesetze des Landes, hieß es. Der Vorfall werde untersucht.

15 Jahre Zwangsarbeit für Missionar

Das US-Außenministerium kenne die Berichte, sagte die Sprecherin Jen Psaki in Washington. Es lägen bisher aber zunächst keine zusätzlichen Informationen vor.

Die US-Regierung bemüht sich bereits seit längerem um die Freilassung eines amerikanischen Missionars aus nordkoreanischer Haft. Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht in Nordkorea den 45 Jahre alten Kenneth Bae wegen angeblicher Umsturzversuche zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im vergangenen Monat hatte das kommunistische Regime einen inhaftierten australischen Missionar des Landes verwiesen.