Gaspipeline „South Stream“ soll in Österreich enden

Die von Russland geplante Gaspipeline South Stream wird Insidern zufolge nicht wie ursprünglich geplant auch nach Italien führen.

Einziger Endpunkt der vom russischen Konzern Gasprom vorangetriebenen Röhre werde nun Österreich sein, sagten zwei dem Unternehmen nahestehende Personen heute der Nachrichtenagentur Reuters. Der zusätzliche Arm nach Italien sei verworfen worden.

Das Gas werde zum Knotenpunkt in Österreich geliefert, von wo aus es über bestehende Pipelines zu vielen Zielorten in Europa gelangen kann, hieß es weiter. Grund dafür sei auch der seit der Planung der Pipeline gesunkene Gasverbrauch in Italien.

Gaslieferungen ab 2017

In italienischen Regierungskreisen hieß es, man habe das Projekt faktisch auf Eis gelegt. Italien werde sich stattdessen auf Gaslieferungen aus Aserbaidschan durch die Türkei und Griechenland konzentrieren. Bisher war geplant, die Röhre über zwei separate Stränge sowohl nach Italien als auch nach Österreich zu bauen.

Gestern wurde bekannt, dass Gasprom mit der OMV vereinbart hat, ein Ende der Pipeline bis zum Knotenpunkt in Baumgarten zu bauen. Über die in der EU umstrittene Röhre soll damit ab 2017 russisches Gas nach Österreich strömen - unter Umgehung der Ukraine. Die volle Liefermenge von 32 Milliarden Kubikmeter erwartet die OMV 2018. Zunächst wollen die Firmen jedoch bis Ende 2015 die dafür nötigen Genehmigungen einholen.