Zeitungskongress im Zeichen von „Roboterjournalismus“

Der „Roboterjournalismus“ scheint eine der möglichen Antworten auf die Bewältigung der Informationsflut im Netz. Davon zeigten sich gestern zumindest einige Experten beim European Newspaper Congress in Wien überzeugt.

Die automatisierte Suche nach Meldenswertem in Sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook ist eines der großen Themen des Zeitungskongresses. „Es haben sich viele kleine Unternehmen gegründet, die sich darauf spezialisiert haben“, sagte Kongress-Mitveranstalter Norbert Küpper auf dem größten europäischen Branchentreffen. Das Angebot dieser Start-ups könnte eine wertvolle Hilfe für Zeitungsredaktionen sein, die sich Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Netz erhoffen, meinte Küpper.

„Computerwissenschaftler, die Journalisten sind“

Bis heute wollen die rund 500 Teilnehmer aus mehr als 30 Ländern über den Wandel in den Medienhäusern und die Aussichten der Branche diskutieren. Google-News-Chef Richard Gingras empfahl den Datenjournalismus als Erfolgsrezept.

Die Branche benötige demnach Mitarbeiter, die angesichts der verfügbaren Daten in der Welt der Statistik heimisch seien. „Wir brauchen Computerwissenschaftler, die Journalisten sind, und Journalisten, die Computerwissenschaftler sind“, so Gingras. Es gehe auch darum, das in den Redaktionen vorhandene Datenmaterial und Wissen möglichst zielgerichtet an die Nutzer auszuliefern.