Hans-Peter Martin attackiert Ehrenhauser als „Opportunisten“

Der scheidende Europamandatar Hans-Peter Martin hat seinen früheren Mitstreiter Martin Ehrenhauser als „haltlosen Opportunisten“ bezeichnet. Konkret wandte sich Martin gegen die „Vereinnahmung“ durch Ehrenhauser und die Aussage, dass der Weg zum Kommunismus kein weiter sei. „Den Kommunismus und mich trennen Abgründe“, so Martin gegenüber der APA.

Der Kommunismus stehe für totalitaristische Maßnahmen, ständige Steuererhöhungen und noch mehr EU-Verschuldung. „Wenn Ehrenhauser sagt, er hat in der Studentenzeit gewisse Dinge ausprobiert, und der Weg von Martin zum Kommunisten sei kein weiter, kann ich mich nicht so vereinnahmen lassen und muss mich klar distanzieren.“

Martin warf Ehrenhauser, der mit einem Bündnis aus Piraten, KPÖ und Wandel antritt, vor, früher für Abtreibungsgegner „gelaufen“ zu sein. Außerdem habe Ehrenhauser in der Zeit, als er noch bei Martin war, eine Wahlempfehlung für die ÖVP abgegeben, empörte sich Martin.

Ehrenhauser: Verdrehte Darstellung

Martin verdrehe mit seiner Darstellung die Tatsachen, reagierte Ehrenhauser auf die Vorwürfe: „Richtig ist, ich hatte Hans-Peter Martin, während ich bei ihm angestellt war, nach Irland begleitet, um für die irische ‚No-Kampage‘ gegen den Vertrag von Lissabon zu demonstrieren. Betrieben wurde die Kampagne zwar von einem konservativen Katholiken, wir unterstützten bei dem von HPM initiierten Besuch aber ausschließlich die Kritik am Vertrag von Lissabon.“