South Stream: Bulgarien hält an Bau fest

Bulgarien hält am Bau der russischen Erdgaspipeline South Stream fest, will das Projekt aber nur mit Zustimmung der EU-Kommission fortsetzen. Die Pläne seien nicht aufgegeben worden, sagte der bulgarische Energieminister Dragomir Stoinew heute.

„Wenn wir die Situation strategisch und nüchtern betrachten, dann ist das Projekt unumkehrbar und wichtig für Europa und Bulgarien“, sagte er. Gestern hatte das EU-Mitglied nach Bedenken der EU-Kommission und der USA die Arbeiten an der Gasleitung gestoppt. Ministerpräsident Plamen Orescharski hatte erklärt, wenn die EU-Kommission grünes Licht gebe, werde weitergearbeitet.

Die Kommission hatte verlangt, dass zunächst entschieden werden müsse, ob der Bau der für Bulgarien äußerst wichtigen Pipeline durch den vom russischen Staat kontrollierten Energieriesen Gasprom mit EU-Recht vereinbar sei. Nach den EU-Regeln ist es unzulässig, dass ein Erdgaslieferant zugleich den Zugang zu den Pipelines kontrolliert. Stoinew sagte, er sei überzeugt, dass alle offenen Fragen geklärt werden könnten.