Alitalia-Chef: „Mehrheit bleibt im italienischen Besitz“

Die Fluglinie Alitalia wird auch nach dem Einstieg Etihads weiterhin mehrheitlich in italienischem Besitz bleiben. „Wir verkaufen die Alitalia nicht an Etihad, wir wollen uns mit dieser Airline verbünden“, erklärte Alitalia-Geschäftsführer Gabriele Del Torchio nach Medienangaben von gestern.

„Die Allianz mit Etihad sieht vor, dass die Mehrheit Alitalias in Italien, oder besser gesagt in Europa bleibt, denn auch Air France ist unser Partner“, kommentierte Del Torchio. Etihad sei bereit, 560 Mio. Euro in die Alitalia zu investieren. Mit einem Abkommen mit Etihad rechnet der Alitalia-Chef in einigen Wochen. Verhandlungen seien noch über die Streichung von 2.200 Jobs im Gange. „2.200 Personen müssen leider Alitalia verlassen“, sagte der Manager.

Der italienische Staat hatte die chronisch defizitäre Alitalia im vergangenen Jahr mit 500 Mio. Euro gerettet. Ohne einen finanzstarken Partner droht der Airline aber erneut das Aus. Die Einsparungen und die hohen Schulden Alitalias galten bisher als die größten Hindernisse einer Einigung mit Etihad.