Über 50 Tote bei Terroranschlägen in Pakistan

Bei zwei verheerenden Terroranschlägen sind in Pakistan mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen. Ziele waren der internationale Flughafen von Karachi und schiitische Pilger an der Grenze zum Iran.

Bei der Attacke auf den Airport in der Nacht auf heute wurden nach stundenlangen Schusswechseln mindestens 28 Menschen getötet, darunter die zehn schwer bewaffneten Angreifer. Die islamistischen Taliban bekannten sich zu der Tat. In der westlichen Provinz Belutschistan töteten Attentäter mindestens 24 Pilger und drei Terroristen.

Stundenlange Kämpfe um Flughafen

Am Flughafen der Hafenstadt Karachi, der mit rund zehn Millionen Einwohnern größten Stadt Pakistans, griffen die als Polizisten verkleideten Islamisten einen Terminal an, wo Privatmaschinen und Frachtflugzeuge abgefertigt werden. Augenzeugen berichteten von heftigen Schießereien, auch mehrere Explosionen waren zu hören.

Nach fünfstündigen Gefechten meldete Generalmajor Rizwan Akhtar in der Früh, dass alle Terroristen tot seien. Sieben wurden demnach erschossen, drei hätten sich in die Luft gesprengt. Nach seinen Angaben trugen die Kämpfer schusssichere Westen und kamen mit gefälschten Ausweisen auf das Gelände. Dort setzten sie auch ein Lagergebäude in Brand.