Bundeshymne: Heinisch-Hosek überrascht von Reaktionen

SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat nicht mit einer derartig negativen Reaktion auf ihre Facebook-Aktion bezüglich der Bundeshymne gerechnet. Das erklärte sie heute am Rande einer Pressekonferenz. Es sei bedrückend.

Sie habe damit keinesfalls belehrend wirken wollen, sondern lediglich als Frauenministerin auf die Gruppe der Frauen aufmerksam machen.

Shitstorm nach Nachhilfeübung für Gabalier

Der volkstümliche Sänger Andreas Gabalier hatte für Aufsehen gesorgt, als er unlängst beim Formel-1-Rennen in Spielberg einen alten Text der Nationalhymne sang, der Österreich als Heimat „großer Söhne“ preist. In der aktuellen Fassung heißt es „Heimat großer Töchter und Söhne“.

Die Ministerin hatte als Reaktion ein Foto mit dem richtigen Text als „kleine Lernhilfe“ für den 29-Jährigen gepostet. Dafür wurde sie von einigen in der Netzgemeinde mit drastischen Kommentaren beschimpft.

Die Staatsanwaltschaft sei selbst aktiv geworden, mit der Analyse der Postings aber noch nicht fertig, so Heinisch-Hosek. Unter den mittlerweile zahllosen Postings auf ihrer Facebook-Seite finden sich auch nationalsozialistische Vergleiche.

Derzeit prüft die Staatsanwaltschaft Wien den Verdacht der gefährlichen Drohung. Ermittlungen seien noch nicht eingeleitet worden, so die StA-Sprecherin zur APA. Der Vorwurf der Wiederbetätigung sei zurzeit kein Thema, hieß es.