EU-Kommission verteidigt neue Regeln für Bio-Bauern

Die EU-Kommission hat geplante neue Regeln für Bio-Bauern gegen Kritik aus Österreich und Deutschland verteidigt. Die Behörde in Brüssel wolle „nicht mehr Normen und Regeln schaffen, sondern Klarheit bringen“, sagte EU-Kommissar Dacian Ciolos am Abend in Brüssel. Er sei bereit zu weiteren Diskussionen, aber man wolle keine weiteren Ausnahmen schaffen.

Die EU-Landwirtschaftsminister hatten gestern in Brüssel die biologische Landwirtschaft besprochen. Dabei kritisierten Österreich und Deutschland, dass die Wust an neuen Regeln durch Vorschläge der Kommission kleinere Bio-Landwirte empfindlich treffen könnte. In Zukunft sei dann in ökologischen Landwirtschaften etwa „das Färben von Ostereiern nicht mehr möglich“, kritisierte Agrarminister Andrä Rupprechter (ÖVP).

Derzeit „mehr Ausnahmen als Regeln“

Ciolos wollte auf die Frage eines Journalisten das Beispiel Ostereier nicht kommentieren. Er betonte aber, derzeit gebe es in den EU-Gesetzen zur Bio-Landwirtschaft „mehr Ausnahmen als Regeln“.

Einschränken möchte die EU-Kommission etwa die Möglichkeit, Futtermittel für Bio-Vieh auch aus konventioneller Landwirtschaft zu beziehen. Ausnahmen dafür sollten zeitlich beschränkt werden, bis es Bio-Futtermittel in der nötigen Kapazität gebe. „Der Vorschlag der Kommission sollte auch im Interesse der Bio-Bauern sein, der echten Bio-Bauern“, sagte Ciolos.