UNO: Damaskus hat C-Waffen eingesetzt

Eine UNO-Untersuchungskommission zu Syrien hat das Regime von Präsident Baschar al-Assad in einem heute veröffentlichten Bericht beschuldigt, erneut Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Das soll im Laufe des April insgesamt achtmal im Osten des Landes geschehen sein, bei dem eingesetzten Kampfstoff handle es sich „wahrscheinlich um Chlor“.

„Es gibt berechtigte Vermutungen anzunehmen, dass chemische Waffen - wahrscheinlich Chlor - eingesetzt wurden“, hieß es in dem Bericht. Das Kampfgas soll mittels Fassbomben abgeworfen worden sein.

Ermittler: IS begeht Kriegsverbrechen

Ähnlich wie im Irak verübt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auch in Syrien laut UNO-Angaben Verbrechen gegen die Menschlichkeit. So würden IS-Milizen regelmäßig Hinrichtungen veranstalten und selbst Kinder zum Zuschauen zwingen, heißt es in dem heute von der Syrien-Untersuchungskommission der UNO veröffentlichten Bericht.

Auch Regierungstruppen sowie andere bewaffnete Gruppen begingen weiterhin Verbrechen an der Zivilbevölkerung. „Jeden Tag sterben Hunderte Zivilisten, während die Kämpfe ohne Rücksicht auf das Gesetz oder das Gewissen weitergehen“, sagte der Kommissionsvorsitzende Paulo Pinheiro.

IS verlangt Lösegeld für US-Geisel

IS verlangt für eine als Geisel genommene Amerikanerin laut US-Medienberichten 6,6 Millionen Dollar (rund fünf Mio. Euro) Lösegeld. Die 26-Jährige soll bei einem humanitären Einsatz in Syrien unterwegs gewesen sein, als sie Anfang August 2013 gefangen genommen wurde, berichteten die TV-Sender NBC und ABC.

Die Extremisten forderten die USA demnach auch zur Freilassung der pakistanischen Neurowissenschaftlerin Aafia Siddiqui auf, die 2010 wegen des Angriffs auf US-Soldaten in Afghanistan zu 86 Jahren Haft verurteilt worden war. Die Sender berufen sich auf einen Vertreter der Familie, die den Namen der Geisel zu deren Schutz nicht veröffentlichen will.

Die Frau soll eine von mindestens vier Amerikanern sein, die derzeit noch in Syrien und im Irak festgehalten werden.