Morales will nach Ausstieg aus der Politik kellnern

Der bolivianische Präsident Evo Morales will nach dem Ende seiner politischen Karriere als Kellner arbeiten. „Mein großes Projekt ist es, ein Restaurant zu eröffnen. Ich habe zwei exzellente Grillmeister: den Bürgermeister von Cochabamba, Edwin Castellanos, und den Bürgermeister von Yacuiba, Carlos Bru. Und ich werde Kellner“, sagte der Staatschef in einem heute veröffentlichten Interview.

„Das Essen werden wir billig anbieten, aber dafür kassieren wir für Fotos. Ein Ex-Präsident als Kellner? Dafür werden wir viel Geld verlangen“, sagte Morales der Zeitung „El Deber“. Morales bewirbt sich bei der Wahl am 12. Oktober um eine dritte Amtszeit. Laut Verfassung darf er 2020 nicht erneut zur Wiederwahl antreten.

Der erste Indio-Präsident des südamerikanischen Landes stammt aus einfachen Verhältnissen. Als Kind schlug er sich als Eisverkäufer und Musiker durch. Vor seinem Einzug in den Präsidentenpalast führte er die Bewegung der Koka-Bauern an.