USA fordern Wachstumsmaßnahmen von Euro-Zone

US-Finanzminister Jack Lew hat die Euro-Zone erneut zu Konjunkturmaßnahmen aufgerufen. Die europäischen Regierungen sollten auf kurze Sicht die schwache Nachfrage in ihren Ländern angehen und mittel- bis langfristig das Wachstumspotenzial erhöhen, forderte Lew bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington.

In einer vorab verteilten Mitteilung zum heutigen Treffen des IWF-Lenkungsausschusses lobte er Europa zwar für die bisherigen Schritte im Kampf gegen die Konjunkturprobleme. Es müsse aber angesichts einer neuen Schwächephase mit Hilfe von finanziellen, geldpolitischen und strukturellen Mitteln mehr für das Wachstum getan werden.

Länder mit einem hohen Außenhandelsüberschuss - dazu gehört auch Deutschland - rief Lew generell auf, mehr für die Binnennachfrage zu tun. „Die anhaltende Abwesenheit von stärkerer Binnennachfrage in größeren Volkswirtschaften mit hohem Überschuss wird das globale Wachstum weiterhin negativ beeinflussen“, meinte er. Die USA selbst haben ein massives Handelsbilanzdefizit.