Zeitung: Liechtenstein-Abkommen bleibt hinter Erwartungen

Das mit Liechtenstein Anfang 2013 geschlossene Steuerabkommen, das zu einer pauschalen Besteuerung österreichischer Vermögen oder zur Offenlegung gegenüber der Finanz führt, wird deutlich weniger Geld in die österreichische Staatskasse fließen lassen als erhofft - das berichtet der „Standard“ (Samstag-Ausgabe) und beruft sich dabei auf Zahlen des Finanzministeriums.

Im Budget vom April sei noch mit Einnahmen von 500 Mio. Euro gerechnet worden, nun habe das Finanzministerium diese Zahl aber in seiner an die EU-Kommission gemeldeten Budgetplanung auf 300 Mio. Euro reduziert, heißt es in dem Bericht.

Laut dem Abkommen müssen österreichische Steuersünder eine Abschlagszahlung von 15 bis 38 Prozent begleichen oder ihre Vermögenswerte der österreichischen Finanz offenlegen. Insgesamt sollen 3.000 bis 6.000 Österreicher zumindest Teile ihres Vermögens in Liechtenstein geparkt haben.