NEOS-Jugend fordert völlige Legalisierung aller Drogen

Die Jungen Liberalen NEOS (JUNOS) verlangen nicht nur die von ihrer Mutterpartei beschlossene Freigabe von Cannabis, sondern die vollkommene Legalisierung des Handels und Konsums aller Drogen. Diese Forderung erhebt JUNOS in seinem Programm, wie das Bundesbüro von NEOS der APA bestätigte.

„Geht uns zu weit“

Das Bundesbüro betonte aber, dass das nicht die Linie von NEOS sei, „das geht uns zu weit“, Es sei aber das Vorrecht der Jugend, „steil“ zu sein, in anderen Parteien sei das auch nicht anders.

JUNOS ist der Ansicht, „dass es im Sinne einer freien Gesellschaft wäre, dass jedes Individuum für sich selbst entscheidet, welche Substanz es konsumiert“. Einen verantwortungsvollen Umgang mit gesundheitsschädlichen Substanzen könne man „nicht durch eine reine Verbotskultur erreichen, wie sich durch die verfehlte Drogenpolitik gezeigt hat“.

Vielmehr bedürfe es einer viel stärkeren Bewusstseinsschaffung über die negativen Konsequenzen und Auswirkungen von Drogen aller Art - „durchaus auch jener, die schon jetzt legal erwerbbar sind“.

Strolz befürwortet Cannabisfreigabe

NEOS setzt sich offiziell für die Freigabe von Cannabis ein. Das bestätigte Parteichef Matthias Strolz gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal. Strolz tritt damit die Flucht nach vorne an, nachdem die Parteijugend am Wochenende einen entsprechenden Beschluss auf Freigabe von Haschisch gefasst hat. Im Ö1-Gespräch sagte Strolz, er würde nicht sofort so weit gehen, aber er stehe voll hinter diesem Beschluss.

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