Wiener Konferenz zu Atomwaffen eröffnet

In der Wiener Hofburg ist heute Vormittag die zweitägige Wiener Konferenz zu humanitären Auswirkungen von Nuklearwaffen von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) eröffnet worden. Ziel der Konferenz ist ein Richtungswechsel in der Nukleardebatte hin zu einer nuklearwaffenfreien Welt.

„Die Tatsache, dass aus mehr als 160 Ländern hochrangige Repräsentanten und zivilgesellschaftliche Organisationen hier sind, zeigt, wie wichtig das Thema ist. Nukleare Katastrophen haben verheerende Auswirkungen, niemand würde gewinnen, alle würden verlieren“, so Kurz.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erinnerte in seiner Videogrußbotschaft an die horrenden Konsequenzen von Nuklearwaffen und unterstrich, dass diese Konflikte noch gefährlicher machen würden. Wären noch mehr Staaten in Besitz von Nuklearwaffen, wäre die Welt nicht sicherer.

Hiroshima-Überlebende schildert Erlebnisse

Die Hiroshima-Überlebende und Friedensbotschafterin, Setsuko Thurlow, hielt in ihrer Rede fest, dass „es ihre Mission sei, der Welt zu berichten, welche Hölle auf Erden sie durch die Nuklearwaffen erlebt habe. (...) Als 13-jähriges Schulmädchen hatte ich gemeinsam mit zwei anderen Mitschülern das Glück, Hiroshima zu überleben, doch der Rest meiner Klasse wurde lebend verbrannt. Ich höre noch immer ihre Stimmen, die nach ihrer Mutter und nach Hilfe schreien“, so Thurlow. Ihre wunderschöne Heimat Hiroshima sei durch den Einsatz von Nuklearwaffen über Nacht zum Alptraum geworden.