Gesellschaftskritik im Fernsehen: Rekordquote für Benigni

Der italienische Schauspieler und Regisseur Roberto Benigni hat mit einer zweiteiligen gesellschaftskritischen One-Man-Show zu den biblischen Zehn Geboten eine rekordverdächtige Einschaltquote im Fernsehen erzielt.

Wie der öffentlich-rechtliche TV-Sender RAI gestern mitteilte, verfolgten den ersten Teil am Montag 9,1 Millionen Zuschauer, was einem Anteil von 33 Prozent entspricht. Beim zweiten Teil am Dienstag lag die Beteiligung mit 10,2 Millionen Menschen sogar bei 38 Prozent.

Der 62-jährige Komiker ließ sich voller Ironie, Humor und Poesie über die Missstände der italienischen Politik aus. Unter anderem nahm er den jüngsten Bestechungsskandal in Rom aufs Korn, in den mutmaßliche Mafia-Mitglieder, Unternehmer und rechtsextreme Politiker verwickelt sein sollen. Benigni erinnerte in diesem Zusammenhang an das siebente Gebot „Du sollst nicht stehlen“.

Dieses Gebot hielten einige für Italien besonders geeignet, sagte Benigni. „Gott hat sich uns zugeneigt, und weil er uns die Alpen, das Meer und die Inseln gegeben hat, hat er uns ein Gebot eigens für uns gegeben.“