Rouhani zu Atomstreit: USA benützen Sanktionen als Druckmittel

Die USA benutzen nach Ansicht des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani die Wirtschaftssanktionen bei den Atomverhandlungen als Druckmittel gegen sein Land. Der Iran werde sich aber nicht von den Amerikanern einschüchtern lassen, sagte Rouhani gestern in der iranischen Stadt Ghom.

Sein Land wolle eine Einigung im Atomstreit und werde daher die Verhandlungen mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland kommende Woche im Schweizer Montreux fortsetzen. Wenn es dennoch zu einem Scheitern kommen sollte, „dann weiß die Welt zumindest, wer daran schuld war“, sagte der Präsident laut Nachrichtenagentur IRNA.

Der Iran dringt weiterhin auf eine friedliche Nutzung seines Atomprogramms und das Ende der für das Land lähmenden Sanktionen. Der Westen will sicherstellen, dass der Iran keine Atombombe baut. Die Führung in Teheran bestreitet derartige Vorwürfe. Bis Ende März soll eine politische Einigung und bis Juli eine umfassende Lösung in dem schon zwölf Jahre andauernden Atomstreit gefunden werden.