Kärnten laut Finanzministerium zahlungsfähig

Nach der dramatischen Senkung des Kärnten-Ratings und dem „dringlichen Ersuchen“ Kärntens, sich auch künftig über die Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) Kredite beschaffen zu können, beruhigt nun das Finanzministerium. „Der Downgrade Kärntens ist noch im Investmentgrade-Bereich, das heißt, Kärnten ist nicht zahlungsunfähig“, hieß es heute.

„Finanzierungsbedarf schon vor Downgrade bekannt“

„Ein Finanzierungsbedarf vonseiten Kärntens war schon vor dem Downgrade bekannt“, beruhigte das Ministerium. Es sei „nicht ungewöhnlich, dass sich Länder über Kredite der ÖBFA finanzieren, fast alle Länder machen von dieser Möglichkeit regelmäßig Gebrauch“. Wie jeden anderen Antrag prüfe der Bund auch den Finanzierungsbedarf Kärntens.

„Es gab bereits erste Gespräche mit Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) und Finanzminister Hansjörg Schelling (ÖVP), um die nötigen Finanzierungen von Krediten über die Bundesfinanzierungsagentur zu besten Konditionen machen zu können“, sagte der Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) nach der Kärntner Regierungsklausur in Klein St. Paul tags davor. Vor einem Jahr stand Kärnten bereits mit 1,4 Mrd. Euro bei der Bundesfinanzierungsagentur in der Kreide.

Die Ratingagentur Moody’s hatte am Freitag die Kreditwürdigkeit des Landes Kärnten um vier Stufen, von „A2“ auf „Baa3“, gesenkt und den bisher stabilen Ausblick auf negativ gesetzt. „Baa3“ ist die letzte Stufe, die noch nicht „spekulativ“ ist.