Immofinanz-Zehetner verteidigt Grasser

Der scheidende Immofinanz-Chef Eduard Zehetner verteidigt im Interview mit der „Presse“ den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser in der Causa BUWOG.

In der Causa, bei der es um den Verkauf der Bundeswohnungen unter dem damaligen Finanzminister Grasser geht, sieht Zehetner Grasser zu Unrecht dem Vorwurf ausgesetzt, er habe den Kaufpreis an seinen Freund Walter Meischberger verraten. „Ein Banker hat mir einmal erzählt, dass jeder in Wien wusste, wie viel die CA-Immo maximal bieten kann, nämlich 960 Mio. Euro. Die hatten nicht mehr zur Verfügung“, so Zehetner gegenüber der „Presse“.

„Das war Stadtgespräch“

Auf die Frage, warum das jeder in Wien gewusst habe, sagte er: „Weil in Wien nix geheim bleibt. Wie hätte Grasser die Bieterkuverts aufmachen können? Unter Dampf? Das ist lächerlich, die Immofinanz wusste die Zahl aus dem ganzen Umfeld. Das war Stadtgespräch.“