„Profil“ zieht Vorwürfe gegen Muslimische Jugend zurück

Auf einen unbedingten Vergleich haben sich das Nachrichtenmagazin „profil“ und die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) in einem Rechtsstreit geeinigt, den ein Ende Jänner erschienener Artikel ausgelöst hatte.

Das Magazin hatte sich darin kritisch mit der Jugendorganisation auseinandergesetzt und einige Vorwürfe erhoben, die nun als inhaltlich unrichtig zurückgezogen werden.

Nähe zu Muslimbrüdern unterstellt

Unter anderem hatte „profil“ behauptet, die MJÖ werde von „ausländischen Sponsoren“ unterstützt und sei Mitglied des europäischen Netzwerks muslimischer Jugend- und Studentenorganisationen (Femyso). Der Jugendorganisation wurde außerdem eine ideologische oder organisatorische Verbindung zur Muslimbruderschaft unterstellt.

50 Minuten, bevor die auf eine Gegendarstellung gerichtete Klage im Wiener Straflandesgericht behandelt hätte werden sollen, einigten sich nun die Rechtsvertreter der beiden Parteien auf eine außergerichtliche Streitbeilegung.

Richtigstellung in nächster Ausgabe

In der „profil“-Ausgabe am kommenden Montag wird eine Richtstellung erscheinen, mit der das Magazin einräumt, dass die inkriminierten Vorwürfe - so die wörtliche Formulierung - „nicht stimmen“. Darüber hinaus hat sich „profil“ zur Übernahme des Kostenersatzes und der Gerichtsgebühren sowie zur Zahlung einer Geldbuße von 1.000 Euro bereiterklärt.