Viktor Frankls KZ-Erinnerungen werden verfilmt

Das Buch "... trotzdem Ja zum Leben sagen" (engl. „Man’s Search for Meaning“) des wegweisenden Wiener Psychotherapeuten Viktor Frankl wird verfilmt. Wie das Filmportal Deadline.com meldet, soll Drehbuchautor Adam Gibgot die KZ-Erfahrungen Frankls im Auftrag der US-Produktionsfirma Fuego Films für die Kinoleinwand adaptieren.

Frankl, am 26. März 1905 in Wien geboren, war 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt worden und hatte seine ganze Familie verloren. Nach seiner Befreiung 1945 rekonstruierte er sein Buch „Ärztliche Seelsorge“, das er bereits im KZ geschrieben hatte, und veröffentlichte seine Erfahrungen im Werk „Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager", das in späteren Auflagen den Titel "... trotzdem Ja zum Leben sagen“ trug und weltweit in neun Millionen Exemplaren verkauft wurde.

Filmrechte lange zurückgehalten

Seine Therapiemethode im KZ, Mithäftlinge mit Hilfe der Sinnfrage des Menschseins in ihrem Überlebensdrang zu bestärken, sollte die Existenzanalyse und darauf aufbauend die Logotherapie begründen. Die Library of Congress in Washington wertete das Werk als „eines der zehn einflussreichsten Bücher“ in Amerika.

Laut „Deadline“ hatte der 1997 verstorbene Frankl die Filmrechte an seinem Buch lange zurückgehalten. Der Journalistin Giselle Fernandez sei es nun aber gelungen, sich mit seinen Erben zu einigen. Erbenvertreterin Mary Cimuluca tritt neben Drehbuchautor Gibgot auch als ausführende Produzentin auf. In seiner Tonalität sei der geplante Film mit Roberto Benignis hoffnungsvollem KZ-Drama „Das Leben ist schön“ vergleichbar.