Griechenland bleibt Anlaufstelle für Flüchtlinge

Die Zahl der Flüchtlinge im östlichen Mittelmeer ist zurückgegangen, doch immer noch kommen Tag für Tag rund 3.000 Menschen auf den griechischen Inseln an.

„Heute wieder viele Boote“, meldete die Umweltschutzorganisation Greenpeace heute in der Früh per Twitter von der Insel Lesbos. Auch die Zahlen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) geben noch keine Entwarnung.

30.000 seit Anfang Dezember

Seit Anfang Dezember haben Schätzungen der IOM und der griechischen Küstenwache zufolge rund 30.000 Menschen aus der Türkei nach Griechenland übergesetzt.

Für die Jahreszeit ist es in der östlichen Ägäis relativ windstill, was die Reise in den überfüllten Schlauchbooten erleichtert. Allerdings sind auch die Temperaturen gesunken - einer der Gründe für einen erneuten Anstieg der Todesopfer, wie die IOM berichtet.

Mindestens 25 Tote in zwei Wochen

„Im Dezember ist die Zahl der Toten in der Ägäis gestiegen“, heißt es in einer Mitteilung der Flüchtlingsorganisation. „Mindestens 25 Menschen sind bei zwei nächtlichen Schiffsunglücken ums Leben gekommen.“

Zwar habe die Türkei an ihrer Küste die Kontrollen verschärft, doch das führe dazu, dass sich die Menschen verstärkt für die gefährlichere Überfahrt mitten in der Nacht entschieden.