Dr. Tilo Berlin, Hypo-U-Ausschuss

Sie berichten auf Ihrer unter www.orf.at erreichbaren Website in einem „Liveticker“ über den laufenden Untersuchungsausschuss des Nationalrates in Sachen Hypo Group Alpe-Adria. Dort haben Sie am 2. Dezember 2015 in Bezug auf Dr. Tilo Berlin und die HYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG (FN 108415i; heute HETA ASSET RESOLUTION AG; in der Folge nur kurz: HYPO) folgende Behauptung verbreitet:

„Im April 2014 ist Berlin vom Landesgericht Kärnten wegen Untreue nicht rechtskräftig zu 26 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. In diesem Fall ist es um den umstrittenen Verzugsaktiendeal bei der Hypo Leasing sowie eine damit verbundene Sonderdividende gegangen, die Berlin rund 2,5 Millionen Euro gebracht hat.“

Diese Behauptung ist soweit unwahr, als Dr. Tilo Berlin von dieser Sonderdividende keinen Cent erhalten hat. Diese floss vielmehr ausschließlich an Kunden der HYPO.

Des Weiteren haben Sie im selben Beitrag in Bezug auf Dr. Tilo Berlin folgende Behauptung verbreitet:

„Er war an etlichen Hypo-Schauplätzen maßgeblich beteiligt – allen voran beim Verkauf der Bank an die BayernLB. Zwischen Juni 2007 und August 2009 stand Berlin schließlich an der Spitze der wenig später von Österreich notverstaatlichen Bank.“

Diese Behauptung ist insoweit unwahr, als Dr. Tilo Berlin lediglich bis Ende April 2009 Vorstandsvorsitzender der HYPO war. Die erwähnte „Notverstaatlichung“, also der Erwerb der Anteile an der HYPO durch die Republik Österreich (Bund), fand erst im Dezember 2009 statt; an der diesbezüglichen Entscheidungsfindung war Dr. Tilo Berlin in keiner Weise beteiligt.