Stipendien: Erleichterungen für ältere Studenten

Das Wissenschaftsministerium plant zahlreiche Erleichterungen für Studienbeihilfenbezieher. So erhalten über 27-Jährige, die noch bei ihren Eltern wohnen, deutlich mehr Geld. Auch die Rückzahlungsregeln von Beihilfen bei mangelndem Studienerfolg würden gelockert, bestätigte das Wissenschaftsministerium heute einen Bericht der Gratiszeitung „Heute“.

Für alle etwa 10.000 Studienbeihilfebezieher über 27 plant das Ministerium einen jährlichen Zuschlag in der Höhe von 360 Euro ab Herbst 2016. Zudem sollen die etwa 350 noch zu Hause wohnenden Beihilfenbezieher in dieser Altersgruppe künftig bis zu 679 Euro monatlich beziehen können (bisher höchstens 475 Euro).

Soziales Jahr soll eingerechnet werden

Geplant ist auch, dass Bezieher von Selbsterhalterstipendien das Ableisten eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in die vierjährige Selbsterhalterzeit einrechnen lassen können. Das FSJ wird damit dem Präsenz-und Zivildienst gleichgestellt.

„Dieses soziale Engagement unserer Studierenden darf kein Nachteil für ein Selbsterhalterstipendium sein, daher ist diese Änderung notwendig“, so Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Schließlich soll auch ein erweiterter Rechtsanspruch auf das Studienabschlussstipendium festgeschrieben werden.

Kosten von fünf Mio. Euro jährlich

Mit den geplanten Änderungen folge man den Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Soziale Absicherung Studierender“ der Hochschulkonferenz. Kosten soll all das ungefähr fünf Mio. Euro pro Jahr. Das Ministerium will diesen Betrag „durch eine bessere Mittelverwendung und zurückgezahlte Beihilfen“ aufbringen.