Bericht: USA planen neue Sanktionen gegen den Iran

Die USA wollen einem Bericht zufolge neue Sanktionen gegen Unternehmen und Einzelpersonen im Iran, in Hongkong und den Vereinten Arabischen Emiraten erlassen. Hintergrund seien Verbindungen zum iranischen Raketenprogramm, wie das „Wall Street Journal“ gestern meldete. Das US-Finanzministerium und die iranische Regierung gaben zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die Strafmaßnahmen richten sich demnach unter anderem gegen ein Unternehmen mit Sitz in den Vereinten Arabischen Emiraten, das den Iran bei der Beschaffung von Materialien zur Entwicklung ballistischer Raketen unterstützt haben soll.

Auch Beamte auf Sanktionsliste

Außerdem stehen dem Bericht zufolge fünf iranische Beamte, die an dem Raketenprogramm mitarbeiten sollen, auf der Sanktionsliste. Der Iran hatte im Oktober und November zwei Langstreckenraketen getestet und damit nach Einschätzung der USA gegen eine UNO-Resolution verstoßen, die Teheran die Entwicklung ballistischer Raketen verbietet.

Neue Sanktionen könnten das Atomabkommen gefährden, das der Iran und die Gruppe der fünf UNO-Vetomächte und Deutschland nach jahrelangen Verhandlungen im Juli geschlossen haben.