Aschewolke löst Vulkanalarm in Indonesien aus

Ein seit Monaten aktiver Vulkan hat in Indonesien erneut eine Aschewolke in die Luft geschleudert. Die Vulkanbehörde verhängte für den 1.784 Meter hohen Soputan auf der Insel Sulawesi im Osten des riesigen Inselstaates die zweithöchste Alarmstufe. Damit werden Einwohner gewarnt, sich aus der Umgebung fernzuhalten.

Vulkanausbruch in Indonesien

APA/AFP/Adi Dwi Satrya

Über dem Vulkan war gestern Abend eine 300 Meter hohe Aschewolke gestanden, sagte der Sprecher der Behörde für Katastrophenschutz heute. Der Soputan war 2015 mehrfach aktiv. Es wurde aber niemand verletzt.

Indonesien erstreckt sich am Äquator in Südostasien auf einer Breite etwa wie die USA von der Ost- zur Westküste. In der Region stoßen mehrere Erdplatten aneinander, deshalb sind Erdbeben und Vulkanausbrüche häufig. Indonesien hat auf 13.000 Inseln rund 500 Vulkane, 128 davon aktiv.

Feuervulkan in Guatemala ausgebrochen

Auch auf der anderen Seite des Pazifiks wurde ein Vulkan aktiv. In Guatemala stieg gestern über dem Volcan de Fuego (Feuervulkan) eine Rauchsäule von sechs Kilometer Höhe auf, wie die Erdbebenwarte mitteilte.

Rund um den 3.763 Meter hohen Vulkan südwestlich von Guatemala-Stadt seien mittlere und schwere Explosionen zu hören, deren Erschütterungen die Dächer und Fenster nahe gelegener Häuser erzittern ließen. An drei Stellen sollen Lavaströme die Berghänge hinabgeflossen sein. In umliegenden Dörfern ging Ascheregen nieder, wie die Erdbebenwarte weiter mitteilte.