Kerry: Riad und Teheran halten an Syrien-Gesprächen fest

Die für den 25. Jänner geplanten Genfer Friedensverhandlungen für Syrien werden nach Darstellung des US-Außenministers John Kerry nicht vom Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran belastet. „Beide versichern, dass ihr Konflikt die Verhandlungen nicht beeinträchtigen wird“, sagte Kerry gestern in Washington.

Zuvor hatte es vom US-Außenministerium diplomatische Bemühungen in beiden Ländern gegeben. Saudi-Arabien und der Iran, die um eine Vormachtstellung in Nahost streiten, zählen zu den Schlüsselnationen im Bemühen um Frieden im syrischen Bürgerkrieg. In dem Krieg unterstützt Teheran die Regierung in Damaskus, während Riad Rebellen fördert.

Saudi-Arabien hat die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem seine Botschaft in Teheran von einer aufgebrachten Menge gestürmt worden war, die gegen die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen im sunnitischen Königreich protestiert hatte.

Inkrafttreten des Atomdeals „binnen Tagen“

Kerry rechnet weiters mit dem baldigen Inkrafttreten des Atomabkommens mit dem Iran. Das Abkommen könne „binnen Tagen“ umgesetzt werden. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif habe ihm in einem Telefonat zugesagt, dass sich Teheran an seine Verpflichtungen halten werde. Sobald das Abkommen in Kraft tritt, kann die US-Regierung Sanktionen aufheben.