China wertet Renminbi nicht weiter ab: Märkte atmen auf

China hat seine Währung Renminbi heute erstmals seit Tagen nicht weiter abgewertet und damit an den asiatischen Börsen für deutlich steigende Kurse gesorgt.

Ende der tagelangen Abwertung

Die Notenbank (PBOC) legte den Mittelwert zum Dollar auf 6,5636 Yuan fest. Im Vergleich zu den 6,5646 Yuan vom Vortag bedeutete das sogar eine minimale Aufwertung.

Zuvor hatte die Notenbank die Währung acht Handelstage in Folge abgewertet, was die Sorge vor einem Handelskrieg ausgelöst und drastisch fallende Kurse an den chinesischen Börsen und in der Folge auch an den anderen Handelsplätzen weltweit nach sich gezogen hatte.

„Notbremse“ wieder abgeschafft

Nach Einschätzung von Händlern kam den Börsen auch zugute, dass die Handelsplätze in Shenzen und Schanghai die erst zu Wochenbeginn eingeführten „Notbremsen“ zur Verhinderung drastischer Kursverluste wieder auf Eis gelegt haben, nachdem sie sich nicht bewährt hatten.

„Der Markt ist jetzt wieder im Normalzustand“, sagte Analyst Tian Weidong vom Handelshaus Kaiyuan Securities. „Die Investoren können kaufen und verkaufen, wie sie wollen. Die Notbremse hatte den Markt erstickt.“

Unklare Strategie der Notenbank

Was genau das Ziel der Notenbank beim Yuan ist, ist Händlern weiter unklar. Schließlich hatte die PBOC die Währung abgewertet, doch gab es später Berichte, die PBOC greife kursstützend am Markt ein.

„Die Marktschwankungen in dieser Woche legen nahe, dass niemand wirklich weiß, was gerade die Strategie ist oder ob es die Notenbank selbst weiß oder ob sie in der Lage ist, die Strategie durchzusetzen, wenn es denn eine gibt“, hieß es bei der DBS Bank. „Das Signal der Märkte war jedenfalls sehr deutlich: Es muss mehr Klarheit geben und weniger Hin und Her.“