Köln: Zahl der Anzeigen auf mehr als 500 gestiegen

Die Zahl der Strafanzeigen nach den Vorfällen zu Silvester auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz ist weiter gestiegen. Inzwischen seien es 516, teilte die Polizei gestern mit. In etwa 40 Prozent der Fälle werde unter anderem wegen Sexualstraftaten ermittelt. Zuletzt war die Zahl am Vortag mit 379 angegeben worden.

Der Ermittlungsgruppe „Neujahr“ liegen laut Kölner Polizei derzeit Hinweise auf weitere 19 namentlich bekannte Personen vor, die für Straftaten in der Silvesternacht am und im Kölner Hauptbahnhof verantwortlich sein könnten. Die Aufgabe sei es, diesem Personenkreis konkrete Straftaten nachzuweisen. Dazu würden unter anderem Videos analysiert und die Aussagen von Opfern und Zeugen ausgewertet.

Weitere Anzeigen in Salzburg

Auch in Salzburg haben nach den bisher bekannten Übergriffen zu Silvester weitere Frauen Anzeigen erstattet. Es geht um unsittliche Berührungen und exhibitionistische Praktiken verdächtiger Männer.

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Justizminister Maas: Übergriffe vermutlich „geplant“

Der deutsche Justizminister Heiko Maas (SPD) geht davon aus, dass die Übergriffe in Köln geplant gewesen sind. Auch einen Zusammenhang zwischen den Attacken auf Frauen in mehreren deutschen Städten schließt er nicht aus. Es sei aber „schlicht falsch“, zwischen den Angriffen in Köln und dem Flüchtlingszuzug einen Zusammenhang zu sehen, so Maas: Wer an diesen Taten beteiligt war, sei ein Krimineller und müsse auch so behandelt werden.

Als Reaktion auf die Angriffe kündigten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Justizminister eine schnelle Verschärfung der Asylgesetze an.

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