Überschwemmung: Slowenien baut Zaun zu Kroatien ab

Wegen Überschwemmungen am Kolpa-Fluss hat die slowenische Armee gestern mit dem Abbau von Teilen des in der Flüchtlingskrise errichteten Stacheldrahtzauns an der Grenze zu Kroatien begonnen. Soldaten hätten nahe den Dörfern Griblje und Dragatus 200 bis 300 Meter des Zauns entfernt, berichtete die Nachrichtenagentur STA. In der Region gut hundert Kilometer südlich der Hauptstadt Ljubljana drohten demnach die Überflutungen den Zaun niederzureißen.

Seit Mitte November hatte Slowenien entlang der Grenze zu Kroatien auf mehr als 150 Kilometern einen Stacheldrahtzaun gebaut, um die unkontrollierte Einreise von Flüchtlingen zu verhindern. Seit Mitte Oktober kamen mehr als 400.000 Einwanderer in das Land - in der Regel, um von dort nach Österreich und Deutschland weiterzureisen. Die Regierung kündigte gestern an, sie werde den Zaun in Überschwemmungsgebieten durch eine stabilere Anlage ersetzen.