UNO-Gesandter für Syrien trifft Botschafter von Vetomächten

Der UNO-Sondergesandte für das Bürgerkriegsland Syrien, Staffan de Mistura, trifft heute im schweizerischen Genf die Botschafter der fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat. Erwartet würden die UNO-Vertreter Chinas, Frankreichs, Großbritanniens, Russlands und der USA, erklärte UNO-Sprecher Ahmad Fawsi. Zur Tagesordnung wurden keine Angaben gemacht.

Ab dem 25. Jänner sollen sich Vertreter des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad und seiner Gegner zu Gesprächen über eine Beilegung des jahrelangen Konflikts in Genf treffen. Ob und in welcher Form die Verhandlungen stattfinden, ist aber noch ungewiss. De Mistura will in den kommenden Tagen alle relevanten Gruppen von einer Teilnahme überzeugen.

Weitere Finanzhilfen gefordert

Zur Linderung der Not im Bürgerkriegsland Syrien hat die UNO indes Hilfszahlungen im Umfang von fast acht Milliarden Dollar gefordert. Es würden 7,73 Milliarden Dollar (gut 7,1 Milliarden Euro) gebraucht, um etwa 22,5 Millionen betroffenen Menschen zu helfen, erklärte UNO-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien gestern. „Das syrische Volk braucht unsere Hilfe mehr denn je“, appellierte er.

Gelder für Bildung gefordert

Auch die Schulbildung von Flüchtlingskindern aus Syrien in den Nachbarstaaten muss nach Einschätzung der Vereinten Nationen mit weiteren 500 Millionen Dollar (461 Mio. Euro) finanziert werden. Neben den bereits gesammelten 250 Millionen Dollar (221 Mio. Euro) sei diese Summe nötig, um das Programm in der Türkei, in Jordanien und im Libanon zu stemmen.

Das sagte der UNO-Sonderbotschafter für Bildung, Gordon Brown, in New York und rief die Weltgemeinschaft zu weiteren Finanzhilfen auf. Mit der Gesamtsumme von 750 Millionen Dollar (691 Mio. Euro) könnten Brown zufolge dieses Jahr mehr als eine Million Kinder zur Schule gehen. 2017 soll diese Zahl noch steigen.