Angreifer von Pariser Polizeiwache wollte Asyl in Schweiz

Der Mann, der vergangene Woche bei einem Angriff auf eine Pariser Polizeiwache getötet worden ist, hat vor drei Jahren in der Schweiz Asyl beantragt. Das bestätigte heute eine Sprecherin der Schweizer Polizei. „Der Antrag sei abgelehnt und der Mann im Juni 2013 nach Italien zurückgeschickt worden.“

Die Schweizer Polizei gab ihre Daten zu dem Mann auf Antrag der französischen Behörden heraus. Inzwischen gilt es als sicher, dass es sich bei dem Angreifer um einen Tunesier handelte. Die tunesischen Behörden bestätigten den französischen Ermittlern die Identität nach dem Abgleich der Fingerabdrücke.

Die Fingerabdrücke des Mannes waren 2013 auch bei einem Einbruch in Luxemburg sichergestellt worden. Er lebte auch zeitweise in einer Asylwerberunterkunft in Deutschland.

Der Angreifer hatte am 7. Jänner, dem Jahrestag des Anschlags auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“, mit einem Fleischerbeil bewaffnet Polizisten vor einem Kommissariat in Paris attackiert. Polizisten erschossen den Mann, der auch eine Sprengstoffgürtelattrappe trug.