Dollar und Ölpreise belasten US-Wirtschaft

Der starke Dollar und der Ölpreisverfall belasten nach Einschätzung der US-Notenbank Fed die US-Konjunktur. Diese beiden Faktoren hätten Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt und bei den Konsumausgaben zunichtegemacht, erklärte die Fed gestern in ihrem Konjunkturbericht.

In neun von zwölf Distrikten habe die Wirtschaftsaktivität zwischen Ende November und Anfang Jänner jedoch zugelegt. Während die Ausgaben der Verbraucher in den meisten Distrikten leicht bis moderat anzogen und es auf den Arbeitsmärkten weiter aufwärts ging, sah es bei der Industrie nicht so gut aus.

Der starke Dollar belaste die Nachfrage, hieß es in dem Bericht der Fed. Vor allem der Energiesektor hat derzeit wegen der niedrigen Ölpreise zu kämpfen. Der milde Winter habe den ohnehin hohen Öl- und Gasbestand weiter steigen lassen und damit den Druck auf die Preise erhöht. Die Hälfte der Distrikte geht dennoch weiter von einer weitgehend positiven Entwicklung der US-Wirtschaft aus.

Die Fed hatte im Dezember den Leitzins erstmals in fast zehn Jahren erhöht und damit ihre Geldpolitik an die wieder besser gehende Konjunktur angepasst. Der Arbeitsmarkt boomte zuletzt so stark, dass in einem Monat fast 300.000 neue Stellen entstanden. Vollbeschäftigung ist mit einer Erwerbslosenquote von fünf Prozent annähernd erreicht.