Fünf Tote bei Anschlag in Südosttürkei

Bei einem Autobombenanschlag auf eine Polizeistation im Südosten der Türkei sind mindestens fünf Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden. Der Anschlag sei von Anhängern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Stadt Cinar in der Provinz Diyarbakir verübt worden, teilten die Behörden der Region laut Medienberichten mit. Zuvor war von 22 Verletzten die Rede gewesen.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Zwei Menschen wurden den Angaben zufolge direkt durch den Autobombenanschlag getötet (iptv.ORF.at).

Drei weitere Menschen starben laut den Angaben, als ein angrenzendes Gebäude infolge der Schäden einstürzte.

Polizeistation schwer beschädigt

Nach vorherigen Medienberichten wurde die Polizeistation schwer beschädigt. Auch nahe gelegene Polizeiunterkünfte seien angegriffen worden, wodurch Frauen und Kinder von türkischen Polizisten verletzt worden seien, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Es sei nach dem Bombenanschlag auch zu Raketen- und Schusswaffenangriffen gekommen.

Zwei Polizisten stehen in den Trümmern nach einer Autobombe

APA/DHA/Ahmet Un via AP

Der jahrzehntelange Konflikt der Regierung in Ankara mit der PKK war im Sommer wieder eskaliert, der Friedensprozess kam zum Erliegen. Die Armee geht in den Kurdengebieten im Südosten des Landes seit Dezember mit aller Härte gegen Aktivisten vor. In mehreren Städten herrschen kriegsähnliche Zustände.

Festnahmen nach Anschlag in Istanbul

Nach dem Selbstmordanschlag von Istanbul wurden laut Angaben der türkischen Regierung insgesamt fünf Verdächtige festgenommen. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte in Istanbul, gestern sei es zu vier weiteren Festnahmen gekommen. Nach Angaben von Innenminister Efkan Ala war ein erster Verdächtiger bereits gestern festgenommen worden.

Der türkische Geheimdienst hatte vor dem verheerenden Selbstmordanschlag am Dienstag in der Istanbuler Altstadt mit zehn toten deutschen Touristen eine Warnung an die Sicherheitsbehörden des Landes ausgegeben. Das berichtete die türkische Zeitung „Hürriyet“ gestern.

Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat seien ins Land eingedrungen, so die Warnung, Touristen könnten ein Ziel von Anschlägen werden. Unterdessen gab es erste Verhaftungen. Auch über den Selbstmordattentäter werden mehr Details bekannt.

Mehr dazu in IS-Attentäter „eingedrungen“