Paris-Anschläge: Noch immer 51 Verletzte im Krankenhaus

Zwei Monate nach den Anschlägen von Paris werden 51 der Verletzten noch immer in Kliniken behandelt. Wie Gesundheitsministerin Marisol Touraine heute sagte, werden noch drei Verletzte intensivmedizinisch betreut, 25 weitere werden in Rehabilitationszentren behandelt. Bei den Anschlägen vom 13. November waren 130 Menschen getötet und 350 weitere verletzt worden.

In der kommenden Woche erhält die Gesundheitsministerin außerdem die Ergebnisse einer Untersuchung zum Einsatz der Rettungskräfte und Gesundheitsdienste während der simultanen Attentate in Paris. Unabhängig davon versprach sie heute Verbesserungen bei der Reaktion der Behörden auf derlei große Angriffe, darunter bei der raschen Identifizierung der Opfer sowie der Einbindung der Angehörigen.

Londoner Polizei rüstet auf

Nach den Pariser Terroranschlägen erhöht zudem die Londoner Polizei die Zahl ihrer bewaffneten Kräfte um mehr als ein Viertel. Statt bisher rund 2.200 sollen künftig 2.800 Bewaffnete die britische Hauptstadt schützen, teilte Scotland Yard heute mit. Die Aufrüstung war nach den Anschlägen in Paris im November eingeleitet worden.

Die auch im Ausland bekannten britischen Polizisten mit auffälligen Helmen, die auch „Bobby“ genannt werden, tragen traditionell keine Schusswaffen. Das solle auch so bleiben, betonte Scotland-Yard-Chef Bernard Hogan-Howe, da man auf dieses Prinzip „zu Recht stolz“ sei. Etwa 92 Prozent der Polizisten blieben unbewaffnet.