Al-Schabab-Angriff auf AU-Militärbasis in Kenia

Die radikalislamische Al-Schabab-Miliz hat heute einen Stützpunkt der Mission der Afrikanischen Union (AU) in Somalia (AMISOM) angegriffen. Bei „schweren Kämpfen“ habe es Tote und Verletzte gegeben, sagte der somalische Armeesprecher Idris Ahmed.

Die Attacke in der Region Gedo im äußersten Südwesten des Landes habe mit einem Selbstmordanschlag am Zugang zu dem Militärstützpunkt begonnen, wo somalische und kenianische Soldaten stationiert sind.

Gegenangriff durch kenianische Soldaten

Wie ein kenianischer Armeesprecher mitteilte, brachten die Al-Schabab-Kämpfer ein Feldlager der somalischen Truppen in ihre Gewalt. Die kenianischen Soldaten, die in einem benachbarten Lager untergebracht seien, hätten einen Gegenangriff gestartet. Die Kämpfe dauerten noch an, die Opferzahl auf beiden Seiten sei noch unklar.

Al-Schabab-Sprecher Abdiaziz Abu Musab sagte, die Kämpfer der Miliz hätten 63 kenianische Soldaten getötet. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Al-Schabab kämpft für „Gottestaat“

Die Al-Schabab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen „Gottesstaats“. Derzeit sind etwa 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union in dem Krisenstaat stationiert.

Es gelang ihnen in den vergangenen Jahren weitgehend, die Extremisten aus der Hauptstadt Mogadischu und weiteren Städten zu vertreiben, doch kontrollieren sie noch mehrere ländliche Regionen. Al-Schabab-Kämpfer verüben zudem weiterhin regelmäßig Anschläge in Somalia und im benachbarten Kenia.